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Bund unterstützt Kölner Projekte

Chorweiler
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Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unterstützt zwei große Vorhaben der Stadt Köln als "Nationale Projekte des Städtebaus" mit einer Fördersumme von insgesamt rund zehn Millionen Euro. Die von der Stadt Köln beantragten und vom Bund nun gewährten Zuschüsse belaufen sich auf fünf Millionen Euro für das Projekt "Lebenswertes Chorweiler – ein Zentrum im Wandel" und 4,8 Millionen Euro für die "Via Culturalis" in der Innenstadt.

Wir haben lange darum gekämpft und umso mehr freue ich mich, dass das Bundesministerium den zwei Projekten in Form der Förderung bundesweiten Vorbildcharakter zuschreibt,

sagt Oberbürgermeister Jürgen Roters.

Die beiden gleichermaßen wichtigen Vorhaben spiegeln den großen Facettenreichtum der vielen aktuellen Projekte der Stadtentwicklung wider – die Zuwendung gibt ihnen einen echten Schub,

ergänzt der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr, Franz-Josef Höing.

In zentralsten Lagen werden wir den öffentlichen Raum neugestalten und außerdem erhebliche Summen in den Um- und Neubau von Museen an der Via Culturalis investieren, um Kölns einzigartige Kulturschätze in einem würdigen Umfeld zu präsentieren,

sagt Höing.

Dass uns nicht nur das historische Zentrum, sondern auch die vergleichsweise noch jungen Veedel und vor allem die Situation der dort lebenden Menschen am Herzen liegen, macht unser Engagement für Chorweiler beispielhaft deutlich,

erklärt Roters.

Mit seiner Entscheidung, das Modernisierungs-programm der GAG auf dem Wege der Betrauung finanziell mit 32 Millionen Euro über zehn Jahre zu unterstützen, hat der Stadtrat den Weg für eine Instandsetzung der Wohnungen und die Erneuerung der Siedlung frei gemacht. Zusätzlich werden wir mit der vom Bund geförderten Aufwertung der Plätze und des Wohnumfelds die Lebensqualität der Bevölkerung in Chorweiler deutlich verbessern,

betont der Oberbürgermeister.

Die geförderten Vorhaben in Kürze:

Projekt "Lebenswertes Chorweiler – ein Zentrum im Wandel"

Der Kölner Stadtteil Chorweiler wurde Anfang der 1970er Jahre in Anlehnung an das damalige Leitbild "Urbanität durch Dichte" als städtebaulich-gestalterischer Mittelpunkt der "Neuen Stadt" realisiert. Die über viele Jahre vernachlässigte Verwaltung eines Teiles des Wohnungsangebotes durch neue Finanzinvestoren hat jedoch einen Modernisierungsstau verursacht, der Siedlung insgesamt erheblich geschadet und das Image Chorweilers negativ geprägt. Verschiedene städtische Maßnahmen seit den 1980er Jahren haben zwar zur sozialen Stabilisierung des Stadtteils beigetragen, reichten in der Summe aber nicht aus, die Situation in Gänze zu verbessern. Nun wird die Stadt ein Paket von Maßnahmen umsetzen, das die Lebensqualität der Menschen im Quartier mit besonderem Handlungsbedarf erheblich verbessern und zur Aufwertung des gesamten Umfelds führen wird.

Dazu gehört unter anderem die Neugestaltung der großen Flächen am Pariser Platz, Lyoner Platz und am Liverpooler Platz. Neben städtebaulichen Verbesserungen plant die Stadt Köln darüber hinaus ein Bündel von zusätzlichen sozialen Angeboten, wie zum Beispiel Maßnahmen für die Integration von zugewanderten Bürgerinnen und Bürgern sowie zur Berufsorientierung.

Projekt "Via Culturalis"

Auf einer Strecke von nicht einmal 800 Metern lässt sich in der Kölner Innenstadt mehr als 2000 Jahre Stadtgeschichte erleben. Zwischen dem Kölner Dom im Norden und der romanischen Kirche St. Maria im Kapitol im Süden zeigt sich ein Stadtquartier, das in seiner Bedeutung für die Kölner Stadtgeschichte und in seiner unglaublichen Dichte an bemerkenswerten und zum Teil international bedeutenden Kulturbausteinen einzigartig ist.

Eingeprägt hat sich für die Räume der historischen Mitte der Begriff der "Via Culturalis". Dem liegt die Idee eines zusammenhängenden und als Ganzes erfahrbaren Stadtraumes zu Grunde, in dem die vielen kulturellen Einzelbausteine, Gebäude und Räume gefasst sind und sich gegenseitig ergänzen und verstärken. Die einfache und zugleich bestechende Idee wurde 2013 in einem interdisziplinären Gutachterverfahren thematisiert und konkretisiert. Auf dieser Grundlage soll der öffentliche Raum schrittweise und nach einem einheitlichen Konzept neu gestaltet werden. Die Fördergelder sind der Aufwertung des Straßentunnels Johannisstraße sowie der Neugestaltung des Kurt-Hackenberg-Platzes und der Gürzenichstraße gewidmet.

17.07.2015, Stadt Köln

Foto:AL

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