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Politiker großer Parteien aus Chorweiler fordern Nachbesserungen bei dem geplanten Ausbau der Autobahn 57

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Als bevölkerungsreichstes Bundesland bekommt Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2030 für Neu- und Ausbau von Straßen mit fast 13 Milliarden Euro den größten Anteil (19,2 Prozent) aus dem Bundesverkehrswegeplan, der im Frühjahr von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgestellt wurde.

Die chronisch überlastete Autobahn 57 soll im Zuge der Umsetzung des Planes an mehreren Stellen, darunter auch zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Nord und dem Autobahndreieck Neuss-Süd (A 46), auf sechs Spuren ausgebaut werden.

Der Geldregen vom Bund rief sofort alte Forderungen der Lokal- und Landespolitiker auf den Plan. Vertreter mehrerer Parteien fordern nämlich schon seit Jahren zum einen die Verlängerung des Blumenbergsweges (L 43) bis zur Autobahn 57, zum anderen die Anbindung des Chorweiler Zubringers auf die A57 in Richtung Krefeld. Eine entsprechende kleine Anfrage stellte im April der Landtagsabgeordnete der CDU Christian Möbius.  Die Antwort der Landesregierung gab wenig Hoffnung für beide Anliegen. In der Pressemitteilung schrieb Möbius am 12. Mai: „In seiner Antwort teilte Landesverkehrsminister Groschek (SPD) dem Kölner Landtagsabgeordneten mit, dass die beiden Projekte als nachrangig eingestuft seien und die Maßnahmen derzeit nicht beplant werden.“ Und weiter „Während der Bund den Ausbau der A 57 tatkräftig angeht, tut die Landesregierung nichts, um die Zuwegungen zur A 57 zu verbessern. Leidtragende sind die Bürger im Kölner Norden, die hinnehmen müssen, dass sich der Verkehr durch die Ortschaften schlängelt, statt direkt zur Autobahn geführt zu werden“, so der CDU-Abgeordnete.“

Die Bezirksvertretung Chorweiler fordert auch seit Jahren die Anbindung über den Blumenbergsweg an die A57.

Einen Versuch das NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr  zum Einlenken zu bewegen, startete am 15. Mai Leonid Syrota, selbst in Chorweiler wohnend und Leiter des Arbeitskreises Verkehr in der Jugendorganisation der CDU. Seine Motivation drückt er in folgenden Worten aus:

Leonid Syrota
"Als Bürger des Stadtbezirkes fühlt man sich benachteiligt, da man nicht einfach Richtung Neuss fahren kann bzw. wenn man aus Neuss kommt, warum man dann wenden muss und nicht sofort in Chorweiler raus fährt."

„Als Bürger des Stadtbezirkes fühlt man sich benachteiligt, da man nicht einfach Richtung Neuss fahren kann bzw. wenn man aus Neuss kommt, warum man dann wenden muss und nicht sofort in Chorweiler raus fährt. Wenn wir nicht jetzt den Ausbau einfordern können, müssen wir mindestens noch weitere 15 Jahre warten, bis ein neuer Bundesverkehrswegeplan verabschiedet werden kann. Zusätzlich möchte ich nicht etliche Male im Stau stehen, wenn ich  Richtung Düsseldorf fahren muss und am Kreuz Köln-Nord wenden muss, da dort zu Stoßzeiten häufig Stau ist. Je mehr Verkehr aufs AB-Kreuz fährt, desto mehr die Belastung für Umwelt, Nerven und Zeit. Auch gibt es für das Wenden keine Beschilderung, was für auswärtige Fahrer eine weitere Zumutung ist. Falls jemand aus Düsseldorf/Neuss nach Chorweiler möchte, so muss er erst wenden. Chorweiler wird aus der Richtung Düsseldorf komplett ausgeblendet. Das kann so nicht sein! “ Die Begründung der Petition kann man hier im Detail nachlesen: https://www.openpetition.de/petition/online/ausbau-der-ausfahrt-chorweiler-a57-richtung-norden.

 

Auch der SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Kölner Norden, Andreas Kossiski, scheint mit der Position der Landesregierung nicht zufrieden zu sein. In seiner jüngsten Pressemitteilung vom 22. Mai schreibt er: „Für mich als gewählter Landtagsabgeordneter für den Kölner Norden bedeutet dies, dass jetzt zeitnah alle politisch Beteiligten unter wirksamer Mitsprache der im Kölner Norden betroffenen Bürgerinnen und Bürger, wie auch der durch den Gütertransport betroffenen Handels- und Industrieunternehmen Lösungen diskutieren müssen, um im Kölner Norden eine zukunftsorientierte Verkehrsinfrastruktur zu schaffen. Getrennte Zuständigkeiten von Verwaltungen und politischen Entscheidungsträgern dürfen dafür kein Hindernis sein und müssen in einem Dialog auf Augenhöhe zu vernünftigen und ganzheitlichen Lösungen führen. “

Ob die erhoffte Anbindung des Chorweiler Zubringers und des Blumenbergweges im Zuge der Realisierung des  Bundesverkehrswegeplanes zustande kommen wird, bleibt abzuwarten. Die nächste Chance ergibt sich erst wieder in 14 Jahren.

23.05.2016, Alexander Litzenberger

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