Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

wrapper

nfpc.jpg

Beirat des Bürgerzentrums Chorweiler Köln
Pariser Platz 1
50765 Köln

21.01.2019

Gleichlautend an

Kassenärztliche Vereinigung
Oberbürgermeisterin Henriette Reker
Bezirksvertretung Chorweiler
Ratsmitglieder im Bezirk 6

Sehr geehrte Damen und Herren,

Medienberichten war zu entnehmen, dass bei der von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vorgestellten Neuordnung der Kölner Notfallpraxen von zehn existierenden Notfallpraxen zukünftig nur noch sechs betrieben werden sollen.

Die bisherige „Notfallpraxis des Kölner Nordens“ in der Florenzer Str., zentral im Stadtbezirk Chorweiler gelegen, soll in Kürze geschlossen werden.
Schon ein kurzer Blick auf die Karte mit den Standorten der neu geplanten Notfallpraxen zeigt ein deutliches Missverhältnis in der Verteilung der Notfallpraxen über das Stadtgebiet.
Die neugeplante Notfallpraxis Köln-Nord, angesiedelt an das St. Vinzenz-Hospital in der Kempener Str. in Nippes, ist die nördlichste Notfallpraxis Kölns. Sie liegt noch weit südlich des Militärrings, der in etwa die Grenze zum nördlichsten Stadtbezirk Kölns darstellt.

Damit wird der zweitgrößte Flächenbezirk Kölns komplett aus der Versorgung mit Notfallpraxen ausgespart!

Nicht nur, dass es im Stadtbezirk Chorweiler mit derzeit ca.. 83.000 Einwohnern (geplant sind zusätzlich tausende Wohneinheiten wie in Weiler, Roggendorf-Thenhoven oder im neuen Stadtteil Kreuzfeld) - kein eigenes Krankenhaus gibt, nun soll es im Stadtbezirk nach der neuesten Planung noch nicht einmal mehr eine Notfallpraxis geben, die eine einigermaßen wohnortnahe Notfallversorgung im Stadtbezirk garantieren würde.

Dies führt im Notfall und je nach Krankheitsbild zu unzumutbaren Belastungen für die Bürger*innen des Stadtbezirks!

Sämtliche Notfallpraxen sind entweder nur mit dem Auto, dem Taxi oder dem ÖPNV zu erreichen, wobei die Nutzung des ÖPNV für die Bewohner*innen fast aller Stadtteile des Stadtbezirks Chorweiler eine Fahrt mit mindestens einem Umstieg sowie einen längeren Fußweg beinhaltet.
Die alternative Taxifahrt ist für viele Menschen aus dem Stadtbezirk vor allem auch aufgrund der höheren Fahrtkosten wegen der weiten Entfernungen zur nächsten Notfallpraxis nicht finanzierbar.

Die Schließung der Notfallpraxis im Kölner Norden und die damit verbundenen weiten Wege zur Notfallpraxis in Nippes (etwa von Worringen ca. 17 km) stellt somit für viele eine nicht hinnehmbare soziale Benachteiligung dar!

Die „Notfallpraxis des Kölner Nordens“ hat bisher am Wochenende und nachts für eine wohnortnahe medizinische Notfallversorgung gesorgt. Diese wohnortnahe Versorgung ist durchdie Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vor dem Hintergrund der weiten Wege gefährdet.

Die beste medizinische Versorgung nützt jedoch wenig, wenn die Menschen die Notarztpraxis nur noch unter sehr erschwerten Bedingungen oder gar nicht erreichen.

Wir bitten daher die Bezirksvertretung Chorweiler, den Rat der Stadt Köln sowie die Oberbürgermeisterin sich für den Erhalt der Notfallpraxis in der Florenzer Straße einzusetzen.
Wir fordern die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein auf, ihre Planungen zu überdenken und die Notfallpraxis im Kölner Norden zu erhalten!

Gez.
Neumann
1. Vorsitzender Wittsack-Junge
Vereinsvertreterin im Beirat

1000 Buchstaben übrig


Websitestatistik

Heute 47

Gestern 62

Woche 109

Monat 3965

Insgesamt 134951