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Haus BöhmChorweiler wurde für 100 000 Bewohner geplant (aktuell ca. 82 000). Heimersdorf und Seeberg erblickten als erste das Licht der Welt im Jahre 1961. Die Siedlungen wurden in niedriger Bauweise errichtet. Hier bestimmen die Einfamilienhäuser das Landschaftsbild. Die Höhe der Häuser sollte von den Rändern der Siedlung zur Mitte hin steigen und eine Art Skyline bilden.

Es wurden die besten Architekten zusammengetrommelt, alles was Rang und Namen hat. Sie kennen sicherlich alle: G. Böhm, O.M. Ungers, F. Schaller. Die Familie Böhm ist eine Architektendynastie: Dominikus Böhm war ein sehr bekannter Kirchenarchitekt, sein Sohn Gottfried ist sein Nachfolger.

Eine seiner Kirchen kann man gut sehen, wenn der Zug S11 aus Chorweiler am Hauptbahnhof ankommt, das ist auf der linken Seite St. Gertrud mit den spitzen Betonkonstruktionen. Die WDR-Arkaden sind sein Werk, zusammen mit seinem Sohn Peter und Elisabeth Böhm, seiner Frau. Die Lanxess-Arena wurde schon von Peter Böhm gebaut. Und die neue große Moschee in Ehrenfeld, deren Bau so vielen Anwälten so viel Arbeit beschert, ist das Werk seines Sohns Paul. Chorweiler kann stolz darauf sein, Bauwerke von G. Böhm zu haben. Das Haus in der Riphahnstraße kann man nicht übersehen. Es hat farbenfrohe, bunte Balkone, das Gebäude einen halbrunden Umriss. Der Architekt hat anscheinend eine Allergie gegen gerade Linien. Alle seine Bauwerke haben ungewöhnliche Formen, sie sind einzigartig und unverwechselbar!

Haus Ungers Den anderen berühmten Architekten kennen Sie auch von anderen Bauten in Köln: Oswald Mathias Ungers, der unter anderem das Wallraf-Richartz-Museum und die Foundation Corboud gebaut hat. Auch in Seeberg hat er Spuren hinterlassen: die Häuser Akeleiweg 3, Chrysanthemenweg 2 und Asternweg 1-13 sind seine Bauten. Man merkt schnell, dass die beiden Architekten G. Böhm und O.M. Ungers diametral gegensätzliche Stilrichtungen bevorzugten. Im Gegensatz zur geschwungenen Bauweise von G. Böhm arbeitet O. M. Ungers nur mit Quadraten. Er sieht seine Bauwerke als Einheit von positiven und negativen Räumen, die sich in einem Dialog befinden. Trotz, oder dank ihrer Vielfältigkeit und Verschiedenheit, haben die beiden Architekten den entsprechenden Architektur-Preis der Stadt Köln bekommen. Gottfried Böhm ist außerdem der einzige deutsche Pritzker-Architekturpreis-Träger. Das ist quasi der Architektur- Oskar!

Foto 1. Haus des Architekten Böhm
Foto 2. Haus des Architekten Ungers Letzte Änderung am Sonntag, 17 Januar 2016
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Larissa Owtscharenko

Larissa Owtscharenko hat den Reiseführer "Meine Liebe .... Chorweiler" geschrieben. Sie wohnt in Köln-Seeberg.

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