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Künstlerin Junko Maeda
Künstlerin Junko Maeda
Am 28. Januar hat man im Bürgerzentrum Chorweiler (BZ) doppelt gefeiert: Die Wiedereröffnung nach langer Renovierung des Cafés und die Eröffnung einer neuen Kunstausstellung „Im Anderswo“. Diesmal können Besucher die Werke der Künstlerin mit japanischen Wurzeln Junko Maeda (63) aus Bornheim bewundern. Die neu eingerichteten modernen Räume harmonieren mit ihren ungewöhnlichen Bildern.

Wie kommt man als Japanerin nach Chorweiler? Schließlich ist die Japaner-Metropole Düsseldorf ein Stück weg von hier. Dazu muss man weit ausholen. Alles hat in den 90-er Jahren in Japan angefangen, als Christian Heise, ein deutscher Wirtschaftsexperte, in Tokio tätig war. Zu dieser Zeit ist auch Junko Maeda aus ihrem Geburtsort auf der Insel Kyushu nach Tokio gekommen, um Kunst mit dem Schwerpunkt japanische Holzschnitte des 18. und 19. Jahrhunderts zu studieren. Zwei so unterschiedliche Persönlichkeiten haben sich also in Tokio gefunden. Und so führte das Schicksal Junko Maeda nach Deutschland.

Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin E. Danke
Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin E. Danke
Die Liebe zur Kunst hat Junko nicht verlassen. Sie malte weiter im Stil der großen japanischen Meister „Ukiyo-e“, was soviel wie „Bilder der fließenden Welt“ bedeutet. (Siehe: www.the-art-of-japan.com/ukiyo-e)

Der Mensch kann den Augenblick nicht besitzen. Das dürfte auch den Europäern bekannt vorkommen: „Alles fließt“, wie der altgriechische Philosoph Heraklit zu sagen pflegte. So kommen zwei räumlich entfernte Kulturen schon näher zueinander. Junko Maedas Kunst soll Kommunikation herstellen, die Menschen zusammenbringen, Kunst und Leben verbinden.

Am Anfang ihrer Laufbahn als Künstlerin wurde Junko Maeda von ihrer Familie unterstützt, später studierte sie an der Matsudo Art School in der Präfektur Chiba. In ihrer Kunst vereint Junko die japanische und die europäische Formensprache. Sie malt hauptsächlich mit Acryl. Dem aufmerksamen Betrachter fällt schnell auf, dass die Werke von Junko Maeda ausschließlich Frauen zeigen. Auf die Frage „Warum?“ antwortet die Künstlerin, dass sie am liebsten Menschen malt. Und in letzter Zeit eben Frauen.

Zur Ausstellungseröffnung kamen viele Kollegen von der Künstlergruppe ChorweilerART.

Musikalisch wurde die Ausstellung vom Gitarren-Virtuosen Michael Goldort begleitet. Er ist weit bekannt aus Auftritten auf verschiedenen Bühnen, zum Beispiel beim Festival für Alte Musik in Köln. Am Tag der Eröffnung hat er, unter anderem, das bekannte japanische Volkslied „Sakura“ gespielt.

Für gewöhnlich wird zu Beginn einer Ausstellung ein Grußwort gesprochen. An diesem Tag war es die Aufgabe von Eike Danke (SPD), Stellvertreterin des Bezirksbürgermeisters. Sie hat sich eine besondere Rede ausgedacht: Gefühlt die Hälfte der Redezeit hat sie auf japanisch gesprochen und hinterließ damit bei den Anwesenden einen tiefen Eindruck.

Das neue Café im Bürgerzentrum sucht noch seine wahre Identität. Die Leiterin der Einrichtung, Frau Weber, sprach bei der Vernissage dieses Thema auch an. Das Konzept stehe noch nicht fest, aber die Ideen seien schon da. Es könne, zum Beispiel, zu einem Künstlercafé werden, in dem Musiker und andere Künstler auftreten. Die Einwohner von Chorweiler dürfen auf das Ergebnis gespannt sein!

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01.02.2018, Larissa Owtscharenko

Ausstellung
Im Café des Bürgerzentrums Chorweiler, Pariser Platz 1
50765 Köln-Chorweiler

Eröffnung:
Sonntag 28. Januar 2018, 14 Uhr

Ausstellungsdauer:
So. 28. Jan. 2018 (Eröffnung) - Fr. 23. Feb. 2018

Öffnungszeiten:
sonntags 14 - 17 Uhr
Tel.: 0221 221-96444

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