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Sonntag, 02 Juli 2017 11:22

Zur Andacht und zur Mahnung

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Die Gedenktafel für die getöteten Kinder in Chorweiler wurde nun endlich am Gedenkbaum in Chorweiler (rechts vom Haupteingang des Einkaufscenters) angebracht.

Wir alle erinnern uns an das noch kürzliche Ereignis um die kleine Lea-Sophie. Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen.

Viele von uns haben sie gesucht, nachdem der Suchaufruf der Eltern blitzartig über die Medien verbreitet wurden, bis klar war, was wirklich passiert war, Lea-Sophie war längst tot, Schuld war der Freund der Mutter (nicht der leibliche Vater) und sie selbst, da sie Hilfe unterließ. Die Einzelheiten ersparen wir euch.

Ihre Leiche wurde im Dezember 2012 (in der Nacht der großen Suchaktion) am Fühlinger See gefunden, dort von ihren Eltern abgelegt. Ein Denkmal kann man an dieser Stelle am See bis heute besuchen, wenn man denn möchte.

Aber wer erinnert sich noch an Hans Willi ? Seine Leiche wurde 1982 aus dem Fühlinger See gezogen. Hans wurde mit seinen 6 Jahren Opfer eines Sexualstraftäters. Offenbar lief er dem Täter nach der KiTa buchstäblich in die Arme. Dieser Fall gibt bis heute Rätsel auf. Der Täter wurde nie gefasst.

Im Juni 2011 ereignete sich auf dem Schulhof der Gustaf-Heinemann-Hauptschule in Seeberg eine Prügelei, bei dem der 14jährige Selman von einem gleichaltrigen Mitschüler verprügelt wurde. Er kam noch in die Klinik, verstarb aber kurze Zeit später an den Folgen der Verletzungen. 

Nach langem Kampf mit Verantwortlichen des Bezirks ist es zuerst gelungen, einen Gedenkbaum rechts des Eingangs vom City-Center im Herzen von Chorweiler zu pflanzen. Dieser Platz wurde sehr schön gestaltet. Felsenartige Steine vor dem Baum laden zum Verweilen und Gedenken ein. Aber das gewisse Etwas fehlte noch: Die Tafel, welche zeigt, worum es hier eigentlich geht, denn das war vielen bislang nicht klar. 

Nun ist es geschafft, die Tafel hängt, die Angehörigen und alle, die daran gedenken wollen, haben hier nun einen Platz, ein Mahnmal, einen Ort - eine Erinnerung. Vielen Dank an die, die es möglich gemacht haben, dass man die Kinder aus dem Bezirk nicht vergisst und ein Auge auf alles hält, was einem merkwürdig erscheint.

Wenn ihr etwas beobachtet, was euch komisch vor kommt, wenn ihr in der Nachbarschaft mitbekommt, dass irgendwas nicht richtig läuft oder euch einfach nur eine Person auffällt, die eventuell böses im Schilde führt, meldet es der Polizei. Lieber einmal zu viel gesagt, als gar nicht. Passt bitte auf euch und eure Mitmenschen auf.

Liebe Grüße von Sarah

02.07.2017

Gelesen 5910 mal Letzte Änderung am Sonntag, 02 Juli 2017 11:40