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Dienstag, 24 Mai 2016 14:03

Fahrradtour mit Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner im Stadtbezirk Chorweiler

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13214705 1037210636371154 727273726 oAm vergangen Sonntag, dem 22.05.2016, fand die jährlich wiederkehrende Fahrradtour statt, welche von unserem Bezirksbürgermeister, Herrn Zöllner, geplant und geleitet wurde. Die Tour startete am OBI-Mark in Köln-Pesch und das nicht ohne Grund: Der Marktleiter des Obi Baumarktes, Herr Leo Harald Angella, übergab allen Mitfahrern einen Obi-Rucksack. Eine Banane, eine Flasche Wasser und zwei Balisto, sowie ein Sattelschutz im typischen Obi-Orange waren schon im Rucksack enthalten. Herr Angella konnte selber, aufgrund einer Beinverletzung, nicht an der Tour teilnehmen, wünschte aber allen Mitfahrern eine wunderbare Tour. Nach kurzer Ansprache und Erklärung der Route durch Herrn Zöllner, konnte man sein Fahrrad von zwei freundlichen Polizisten kontrollieren und sich beraten lassen, was die Verkehrssicherheit bezüglich Zweirädern betrifft. Auch sie waren extra für die Tour beordert worden :-)

Dann ging es los - naja so fast, - nach ca. einem Kilometer gab es den ersten Halt an der Aussichtsplattform Pescher See. Hier wurde vom  anwesenden Forstamtmitarbeiter, Herrn Hund (Stadt Köln), ein kurzer Vortrag über die Seen, deren Entstehung und Entwicklung gehalten.
 
Weiter ging es nun über viele Felder und durch wunderschöne Grünanlagen in Richtung Schloss Arff,  das ehemaliges Wasserschloss in der zu Köln gehörenden Ortschaft Roggendorf/Thenhoven. Es befindet sich 20 km nordwestlich von Köln, unmittelbar an der Grenze zur Stadt Dormagen im Rhein-Kreis Neuss.
 
Der Sohn des Besitzers Friedhelm Freiherr von Landsberg-Velen, Herr Christian von Landsberg-Velen, machte für die Radler persönlich eine Führung der besonderen Art im Schloss, in der Parkanlage und auf der direkt angrenzenden Galopprennbahn. Zur Zeit wird das Schloss selber nicht mehr bewohnt. Es wird nur noch für Events und Festlichkeiten vermietet. Die obereren, zur Zeit stillgelegten Etagen, sollen eventuell in Zukunft für Seminare und Tagesveranstaltungen angemietet werden können.
 
Zum Schloss gehört eine Stallanlage. Diese beherbergt unter anderem hochrangige Galopprennpferde, die allerdings nicht dem Besitzer des Schlosses gehören. Die Ställe werden vermietet. Für das Training und den Freilauf gibt es angrenzend riesiege Weideanlagen und eine bereits erwähnte Galopprennbahn, welche ca. 1200 Meter umfasst. Die sogenannte Vorburg wurde zu drei Wohnungen umgebaut, wovon eine vom Sohn des Besitzers, der gleichzeitig dieses Anwesen verwaltet, bewohnt wird.
 
Zum Ende der Führung wurde auch Herr von Landsber-Velen, der drei Tage vor der Führung geheiratet hatte und diese Führung trotzdem durchführte, tüchtig überrascht. Der Chorweiler Künstler Puya Bagheri enthüllte zusammen mit Herrn Zöllner und Herrn Möbius ein wunderbares Kunstwerk, ein Bild. Er hat sich Gedanken zum Schloss Arff gemacht, heißt es da, und das stimmt. Wenn man das Bild betrachtet, bekommt man viele Eindrücke des sehr alten Schlosses in modernerer Form gespiegelt. Ein wunderbarer Abschluss dieser Führung. Christian von Landsber-Velen fuhr sodann spontan die restliche Tour mit.
 
Weiter ging es nun am äußersten Rand des Kölner Nordens in Richtung Worringen. Auf dem Weg dorthin fanden wir die Biogas-Anlage der Rhein-Energie. Und auch hier wurden wir bereits von zwei freundlichen Mitarbeitern empfangen, die eine sehr informative kleine Tour über und durch die Anlagen mit uns machten. Allein mit dieser kleinen aber feinen Anlage werden ca. 3000 Haushalte mit Energie und 1000 Haushalte mit Wärme versorgt. Die Einspeisung erfolgt in erster Linie durch Futtermais als ganze Pflanze, d.h. inklusive Frucht und zu einem kleinen Teil mit Hühnertrockenkot aus Eierproduktionsstellen und Hühnerfarmen. Die Verträge wurden mit Bauern aus der Region geschlossen, wodurch ein langer Anfahrtsweg ausgeschlossen wurde. Auch das ist ein schöner Beitrag zur Agrarwirtschaft und Umwelt in der direkten Umgebung.
 
Der Weg führte uns sodann weiter in den nahegelegenen Worringer Bruch (ca. 164 Hektar groß). Hier hielt Herr Hund noch einmal einen Vortrag über die Flora und Fauna des Bruchs. Weiterhin konnte man etwas über die Wasserstände, das Retentionsbecken und den Hintergrund all dieser Dinge erfahren.  Der Polder (Rückhalteraum) soll wahrscheinlich erst ab 11,70 m kontrolliert geflutet und damit lt. Statistik „äußerst selten“ beansprucht werden.
 
Im Worringer Bruch gibt es viele Rehe, Füchse, Kaninchen und auch einige Nutrias, die allerdings hier nicht heimisch sind. Dies im Zusammenhang mit den vielen Wildvögeln, die sich hier angesiedelt haben oder den Sommer hier verbringen, ergibt eine wunderschöne und wieder beinahe unberührte Natur mit Mooren und urwaldähnlichen Baumbeständen. Wege, die man im Trockenzustand in den 80er Jahren extra hat aufschütten und beforsten lassen, werden nun im Laufe der Jahre wieder bewusst verwildert und sind nicht mehr begehbar. Der Bruch wird in weiten Teilen für Besucher gesperrt und sich selber überlassen, um die Natur nicht zu stören. Selbstverständlich bleiben der Senfweg und die dafür vorgesehenen befestigten Wege für Besucher begehbar. Ziel ist, dem Menschen die unberührte Natur zu zeigen und gleichzeitig viele Bereiche tatsächlich unberührt zu lassen.
 
Quer durch den Worringer Bruch erreichen wir nun die Rheinauen. Vom Damm in Worringen geht es dann zu Fuß in die Auen, wo Herr Hund und Frau Dr. Dresen erklären, was es damit auf sich hat und wie wichtig die Auen für den Schutz vor Hochwasser und auch für die Tierwelt sind. Auch hier finden wir wieder eine Reihe von Tieren und Pflanzen, die sich den Gegebenheiten der Auen perfekt angepasst haben.
 
Schließlich führt der Weg über den Damm bis nach Langel an die Fähre, wo eingekehrt wurde. Bis dahin waren es ca. 36 Kilometer.....
 
Andere, auch ich, haben die Fahrradtour noch ein wenig verlängert und sind von dort aus nach Heimersdorf gefahren. Hier begann um 15:00 Uhr, - das Timing war perfekt und wir kamen um 15:05 Uhr an -, die Informationsveranstaltung der Heimersdorfer Mongolenhorde, das Gespräch der Religionen und Kulturen. Man wurde sehr freundlich empfangen, es wurde ein kölsches Lied von und über die Kölner Mongolen gesungen und dann ging es in die Diskussionsrunde mit den Besuchern. Hier bekam man viele Informationen über die Freundschaft mit der Mongolei und die Entstehungsgeschichte der Kölner Horden. Ein mongolisches Bier wurde gereicht, - im Anschluss konnte man die sogenannten Jurten (mongolische Zeltbehausungen) einmal exklusiv von innen betrachten. Hier wurden in verschiedenen Jurten unterschiedliche Themen nochmals in kleinen Gruppen besprochen und diskutiert. Mehrere Bezirksvertreter, u.a. Christian Möbius, viele Pressevertreter waren vor Ort. Insgesamt eine sehr informative Veranstaltung.
 
Vor dort aus ging es zum Abschluss noch in die benachbarte Anlage der Outlaws (Grenzenloser und Geächteter bis ca. 1880, bekannt z.B. Billy the Kid) Die Anlage grenzt an die der Mongolen und zeigt eine herrliche Westernstadt mit Bühne, Zelten, tollen Holzhäusern - wie man sie aus Westernfilmen kennt. Auch hier waren viele Mitglieder standeskonform gekleidet, ein Schauspiel für die Augen! Es wurde reichlich gefeiert. Dazu gab es Livemusik, wunderbares Essen und Tanz. Ein runder Abschluss für diesen wunderschönen Tag.
 
Gruß, eure Sarah
Fotos: Sarah Simon

 

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