Zum 9. Mal organisierte die Künstlergruppe Chorweiler ART ihre Kunstausstellung in Chorweiler. Außer Mitgliedern der Gruppe waren auch viele Gastkünstler dabei, unter anderen Apollonia aus Düsseldorf mit ihrem Schmuck-Design. Das macht unseren Kunstmarkt noch spannender. Auch uns seit langem bekannte Künstler überraschen immer wieder mit neuen Werken. Und sie haben es in sich!
Der Fotokünstler Guido Mario Mosler zeigt eindrucksvoll, dass man für ein mystisches Bild nicht unbedingt nach Patagonien fahren muss. Das ist auch am Fühlinger See möglich. Seine Bilder bearbeitet er noch nicht einmal nach! Er sieht direkt in der Natur, wo ihre Geheimnisse stecken und bannt sie auf seine Linse. Und die Zuschauer fragen sich, wie hat er das bloß gemacht? Ganz „einfach“ – man muss nur den richtigen Blick dafür haben! Aus seinen schönsten Aufnahmen erstellt Guido Mosler gerne beeindruckende Fotobücher.


Ewa Salwinski kennen Besucher von früheren Ausstellungen und von der Gestaltung der S-Bahn- Station Chorweiler-Nord. Zusammen mit vielen Kollegen hat sie ihre Werke in verschiedenen Ausstellungen in Köln mit großem Erfolg ausgestellt, zum Beispiel in der Alten Feuerwache und im Schokoladen-Museum. Sie präsentierte ihre Werke auch in mehreren persönlichen Ausstellungen bei verschiedenen Kunstvereinen außerhalb Kölns (zum Beispiel in Nettersheim und in Alsdorf bei Aachen), oft gemeinsam mit Manfred Schüler. Ganz besondere Ausstrahlung haben ihre großformatigen Engelfiguren. Wegen ihrer Größe kann man sie allerdings schlecht transportieren. Sie hat sie in einer gemeinsamen Ausstellung mit Manfred Schüler im Hilton-Hotel gezeigt. 
Man ist umso mehr erstaunt, wenn man erfährt, dass viele Künstler recht spät mit der Malerei angefangen haben. David Binder ist aus Kirgisien, einer ehemaligen Sowjetrepublik, nach Deutschland gekommen. 



Einige Kunstmarkt-Teilnehmer
Die Ausstellung zeigt, wie vielseitig die Künstler sind. Alle Stilrichtungen sind vertreten, darunter auch Surrealismus. Dafür ist der Gastkünstler Dieter Lösl zuständig. Für seine Kunst hat er folgende Beschreibung aus der Welt der Literatur entliehen: „Schön, wie die zufällige Begegnung eines Regenschirmes und einer Nähmaschine auf einem Seziertisch“ oder im Original: „Beau comme la rencontre fortuite sur une table de dissection d’une machine à coudre et d’un parapluie!“ (Comte de Lautreamont).
Mit Freude kann man feststellen, dass auch der Nachwuchs da ist: Claudia Wolf-Dürr arbeitet nicht nur selbst als Künstlerin. Sie hat mit ihren Schützlingen aus Parea die ganze Ecke gleich am Eingang mit Kunstwerken belegt.




Die Kinder haben das Thema Müll und Recycling künstlerisch aufgearbeitet: einfach Skulpturen aus den alten Gegenständen gemacht. Außerdem haben die Jungen aus der Klasse 2-5 Handpuppen zu den Märchen der Gebrüder Grimm gebastelt. Also, über die Zukunft der Chorweiler ART-Truppe braucht man sich keine Sorgen zu machen. Sie ist in guten Händen!
14.12.2016, Larissa Owtscharenko










