Blumenberg

Köln-Kreuzfeld – Ein neuer Stadtteil für Köln

Im Norden von Chorweiler, angrenzend an den Stadtteil Blumenberg, wird in den kommenden Jahren ein neuer Stadtteil erschaffen. Auf einer Fläche von circa 47 Hektar können 2.200 bis 3.000 Wohneinheiten und auch neue Arbeitsplätze entstehen. Darüber hinaus geht es auch zum Beispiel um ein zukunftsfähiges Angebot an sozialer Infrastruktur, unterschiedliche Formen und Möglichkeiten des Arbeitens, mehrfach nutzbare Freiräume sowie die nachhaltige Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur. Als grundlegenden Schritt für die Entwicklung des neuen Stadtteils im Kölner Norden erstellt die Stadt Köln in einem kooperativen Prozess mit dem Stadtplanungsbüro Urbanizers aus Berlin ein verbindliches Leitbild. Das Leitbild dient als Basis für alle weiteren Planungsschritte.

RheinEnergie legt ein Offenlandbiotop an

Die Lebensqualität der Kölnerinnen und Kölner spielt für die RheinEnergie als kommunales Unternehmen eine wichtige Rolle. Deshalb hat sie die Initiative der Bezirksvertretung Köln-Chorweiler aufgenommen und entlang des Dresenhofwegs die dort bestehende Obstbaumallee in dem Bereich zwischen Blumenbergsweg und Gertrud-Bollenrath-Weg auf einer Strecke von mehr als 400 Metern um 22 hochstämmige Apfel- und Birnenbäume erweitert. In Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft ist zusätzlich auf einer knapp zehn Hektar großen Fläche ein Offenlandbiotop entstanden. Dort entwickelt sich eine artenreiche Wiesenfläche, die einen Lebensraum für zahlreiche Insektenarten und andere Kleinlebewesen bietet. Diese wiederum sind Nahrungsgrundlage vieler heimischer Tierarten, z. B. der boden-brütenden Feldlerche, die auf der neu entstandenen Fläche optimale Lebensbedingungen vorfindet.

Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld

Stadt informiert Politik und Öffentlichkeit über die weiteren Verfahrensschritte

Für die Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld im Stadtbezirk Köln-Chorweiler hat die Verwaltung nun einen Ablaufplan mit allen erforderlichen Verfahrensschritten bis hin zur Planungsreife vorgelegt. Das vierstufige Verfahren soll die sozialgerechte und nachhaltige Entwicklung von Kreuzfeld sicherstellen und die Planung eines innovativen, urbanen und vernetzten Stadtteils westlich von Blumenberg mit breiter Akzeptanz gewährleisten. Kreuzfeld soll neue Impulse setzen, auch für die bereits bestehenden, benachbarten Quartiere, und die positive Entwicklung im Kölner Norden weiter unterstützen.

Ein Stück Heimat

Schon 22 Drohnenbilder im Bezirk Chorweiler verteilt

Die Leiterin des LAZARUS-Seniorenheimes, Frau Hillen, freut sich über die neuen Bilder: „Schon das erste Drohnenbild mit dem Blumenberg-Motiv, das wir im November letzten Jahres bekommen haben, hat für viel Gesprächsstoff unter den Bewohnern und Mitarbeitern unseres Heimes gesorgt“. Nun hat die Einrichtung am 27. April fünf weitere Drohnenbilder erhalten, auf denen Esch, Langel, Rheinkassel, Seeberg und Weiler aus der Luft abgebildet sind. „Mehrere unserer Bewohner und Mitarbeiter kommen aus diesen Stadtteilen, sie freuen sich bestimmt die schönen Bilder der kleinen Heimat auf den Wänden des Hauses zu sehen“, – erzählt Frau Hillen.

„Licht ist alles“

Sree Ram Gopal Thodeme hat zwei Leidenschaften. Die erste ist seine Ingenieur-Tätigkeit bei Ford, wo er sich tagsüber mit Zahlen, Grafiken, Modellen und physikalischen Eigenschaften der Plastikteile für die Innenausstattung der Autos des amerikanischen Autobauers in Köln-Merkenich beschäftigt. „Es sind die Teile, die der Kunde nicht sieht“,- sagt Sree Thodeme mit einem Augenzwinkern. Diesen Beruf hat der 44-jährige in seiner Heimatstadt Kadapa im Süden von Indien erlernt. Die zweite Passion von ihm ist die bildende Kunst, kombiniert mit Fotografie. Schon als Student hat er angefangen zu malen und zu fotografieren. Die erste Herausforderung dafür war die Hochzeit seiner Schwester. Dann folgten Portraits von seinen Kommilitonen. Der Zuspruch beflügelte ihn. Bald schenkten ihm die Freunde eine echte, damals noch analoge und sündhafte teure Spiegelreflexkamera. Seitdem sind die Fotoapparate ständige Begleiter des Ingenieurs in seiner Freizeit.

Heimatliebe in DIN A3

Blumenberg-Kalender 2016

Wenn man Blumenberger bitten würde mit einem Wort ihren Wohnort zu beschreiben, würden die meisten mit Sicherheit antworten: “Grün”. Der junge Stadtteil hat naturgemäß keine lange Geschichte, an ausgefallener Architektur fehlt es hier auch. Trotzdem lieben die Blumenberger ihr Veedel.

Denn es steht mitten im grünen Meer der Natur. Diese Liebe äußert sich in unzähligen Fotos in den sehr aktiven Sozialen Netzwerken der Blumenberger, wo fast täglich irgendein schönes Foto vom Stadtteil hochgeladen und dutzendfach gelikt wird. Und so kam im letzten Jahr der Bürgerverein IG Blumenberg e.V. auf die Idee einen Stadtteil-Kalender zu produzieren. Mit Fotos, die von den Bewohnern selbst aufgenommen wurden. Alles im großzügigen DIN A3 Format. Einen Teil davon verschenkte der Verein an die KiTAs und Schulen vor Ort, mehrere Exemplare erwarben die Bürger für einen geringen Preis.

Kreuzfeld, Blumenberg-West, Festivalgelände oder Bauland “in spe” für immer?

Das große Stück Land nordwestlich von Blumenberg ist ein Dauerbrenner der Kölner Politik. Ein altes russisches Sprichwort sagt: “Wer sich an (heißer) Milch verbrannt hat, bläst (auch) auf (kaltes) Wasser.” Die negativen Erfahrungen mit der Neuen Stadt im Kölner Norden der 70-er Jahre, als (Hoch)-häuser für fast 100.000 Menschen auf der grünen Wiese gebaut wurden, bremsen selbst die kühnsten Köpfe der lokalen Politik. Zumal die bereits existierenden Pläne den neuen Stadtteil “Kreuzfeld” als Spiegelbild vom Stadtteil Blumenberg sehen, der nach drei Jahrzehnten immer noch auf der Suche nach seiner Identität ist. Also, keine so gute Grundlage für ein Vorhaben, das die Fehler der Vergangenheit vermeiden soll. Auf der anderen Seite erzeugt der ständige Zuzug nach Köln einen enormen Druck auf die Politiker, möglichst schnell und möglichst viel günstigen Wohnraum zu schaffen. Das Problem ist also von Gegensätzen geprägt: eine Einfamilienhaussiedlung brächte stabilere soziale Verhältnisse, schafft aber, im Vergleich zu einer baulich heterogenen Lösung, kaum Voraussetzungen für den Ausbau der Infrastruktur vor Ort und die Linderung der prekären Lage auf dem Markt des günstigen Wohnraumes. Kommt Kreuzfeld überhaupt? Müssen es tatsächlich 5 bis 6 Tausend Einwohner sein? Wenn ja, in welcher Form kommt es? Wie hoch dürfen die Mehrfamilienhäuser sein, damit man den dörflichen Charakter des Umlandes nicht zerstört? Wenn nicht, was sind die Alternativen? Mit diesem Beitrag lassen wir die Gegner und Befürworter im Stadtbezirk zu Wort kommen.

Alexander Litzenberger, in Zusammenarbeit mit Vera van Beveren und Stefan Yeh.

 

Landeswettbewerb: Wichtiger Impuls für Chorweiler

Michael von der Mühlen, Ernst Uhing, Kathrin Möller, Annegret Stöcker und Daniel Stöcker-Fischer (Querfeld eins), Prof. Zimmermann und Prof. Ludwig Wappner - Foto: Thilo Schmülgen / GAGDen Landeswettbewerb “Neues Wohnen in Chorweiler Nord” hat das junge Architekturbüro “Querfeld eins” aus Dresden für sich entscheiden können. Die Preise wurden gestern (18. Februar) in Köln übergeben. Bei dem Wettbewerb des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW hatte sich die Jury für den Entwurf der Planer aus der sächsischen Landeshauptstadt entschieden, der”eine kluge Verbindung zwischen den Stadtteilen Blumenberg und Chorweiler schafft”, erklärte der Vorsitzende der Jury, Prof. Ludwig Wappner, anlässlich der Preisverleihung. Neben dem NRW-Bauministerium war die Stadt Köln als Mitausrichterin beteiligt; die GAG Immobilien AG als Bauherrin und Ausloberin des Wettbewerbs will den Entwurf umsetzen. Begleitet wurde das Wettbewerbsverfahren von der Architek-tenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW) als regelmäßige Kooperationspartnerin bei den Landeswettbewerben.