
Das Engagement der Jugendlichen geht auf ihre Erlebnisse im März dieses Jahres zurück. Mit der Rio AG ihrer Schule reisten sie im Rahmen eines Olympiaprojekts in Kölns brasilianische Partnerstadt. Sozialarbeiter der von Fußballstar Jorginho gegründeten Fußballschule „Bola para Frente“ im armen Norden Rios führten die Gruppe aus Chorweiler in der Favela durch die Gassen, die sonst kein Tourist betreten würde. Sie konnten sich ein reales Bild davon machen, wie Familien dort leben und was es bedeutet, unter ärmsten Bedingungen ohne Zukunftsperspektiven in einer Favela aufzuwachsen. Um so mehr waren sie von den liebevollen Umarmungen der Menschen und dem herzlichen Willkommen überrascht. Deutschlandfähnchen und sogar ein Wimpel des 1. FC Köln wurden zur Begrüßung geschwenkt.

Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Köln und Rio hat das Sportamt gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Gesamtschule und einer NGO ein Bildungs- und Sportprojekt entwickelt, das sich an Jugendliche aus benachteiligten Stadtteilen beider Städte richtet. Partner in Rio ist die Fußballschule „Bola para Frente“. Die Favela Triangolo liegt unter der Autobahn in unmittelbarer Nachbarschaft der Fabriken von Thyssen Krupp Brasil. Rund 3.000 Menschen leben dort unter katastrophalen Umständen, 20 Prozent der Kinder aus der Fußballschule sind dort zuhause.
15.12.16, Stadt Köln





