Eine 94-Jährige aus Köln-Lindweiler ist am Freitag beinahe Opfer eines perfiden Telefonbetrugs geworden. Die Täter forderten 70.000 Euro und Schmuck – doch die Schwester der Seniorin schöpfte rechtzeitig Verdacht.
Gegen 12 Uhr meldete sich ein Mann bei der 94-Jährigen und gab sich als Polizist aus. Er behauptete, ein Bekannter der Frau habe bei einem Unfall einen zwölfjährigen Jungen getötet und sei anschließend festgenommen worden. Gegen eine Kaution von 70.000 Euro und die Herausgabe ihres Schmucks könne der Mann freikommen.
Anschließend übernahm ein Komplize das Gespräch und stellte sich als Staatsanwalt vor. Er kündigte an, dass ein Abholer die Wertsachen bei der Seniorin abholen werde.
Die Frau bereitete daraufhin Geld und Schmuck zur Übergabe vor. Doch bevor es dazu kam, rief sie ihre 75-jährige Schwester an. Diese verständigte sofort die Polizei.
Wenig später entdeckten Einsatzkräfte vor dem Wohnhaus einen 34-jährigen Mann, der telefonierte. Er hatte zwei Handys bei sich und wurde vorläufig festgenommen. In der Vernehmung schwieg der Mann zu den Vorwürfen. Da sich der Tatverdacht nicht erhärten ließ, wurde er nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen.
Polizei warnt vor Schockanrufen
Die Polizei Köln warnt angesichts zahlreicher Schockanrufe eindringlich vor der Betrugsmasche. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und den vermeintlich betroffenen Angehörigen über eine bekannte Telefonnummer selbst anrufen.
Wichtig: Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte fordern niemals telefonisch die Übergabe von Bargeld oder Wertsachen. Im Zweifel sofort die Polizei unter 110 verständigen. Weitere Informationen und Präventionstipps bietet die Polizei Köln auf ihrer Internetseite zum Thema Schockanrufe.
Quelle: Polizei Köln. Bearbeitet mithilfe der KI.





