Große Demo in Chorweiler

Presseerklärung

Die Kassenärztliche Vereinigung (Herr Dr. Zastrow, Herr Dr. Bergmann) und Politiker aller Parteien wurden aufgefordert mit den Bürgen in den öffentlichen Dialog zu treten, um den Standort der Notfallpraxis Chorweiler zu erhalten.

Nach dem binnen kürzester Zeit über 6000 Unterschriften für den Standorterhalt der Notfallpraxis in Chorweiler gesammelt wurden, ist nun der nächste Schritt im Kampf der Bürger für IHRE Praxis in Chorweiler gelungen.

Über 150 Menschen trafen sich am Samstag Vormittag unweit der Notfallpraxis und brachten Ihre Verärgerung deutlich zum Ausdruck.

{gallery}Artikel/Chorweiler/2019/04/praxis/,limit=0,random=1,width=200,height=200,gap_h=20,gap_v=20,thumbs=1,caption=0,iptc=0,displaymessage=0,fileinfo=0,image_info=0{/gallery}Die beiden Initiatorinnen Helga Wagner und Ursula Buetgen, sowie Wolfgang Kleinjans vom Fundus Köln-Nord e.V. klagen die Kassenärztliche Vereinigung an, ihrem Auftrag, der ärztlichen Versorgung im Bezirk Chorweiler, nicht nachzukommen.

Eine Standortwechsel der Notfallpraxis ist keine Option.
Ein Bündnis aus der Bürgerschaft hatte die Demonstration in nur 10 Tagen organsiert.

Hintergrund: Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) will die hausärztliche Notfallpraxis in Chorweiler zum 31. Dezember 2019 schließen. Ein wesentliches Hauptargument der KV zur Schließung der Praxis, ist die gesetzliche Pflicht, zukünftig alle hausärztlichen Notfallpraxen an ein Krankenhaus anzugliedern. Die aktuelle gesetzliche Regelung erlaubt aber auch Notfallpraxen außerhalb von Krankenhäusern.

Wichtige Gründe zum Erhalt der Notfallpraxis:
Bei der Bedarfsplanung für die hausärztliche Notversorgung in Köln wurden die regionalen Gegebenheiten von der KV nicht berücksichtigt.
Ärztliche Versorgung: Der Bezirk Chorweiler ist bereits heute haus- und fachärztlich unterversorgt. In den kommenden Jahren werden noch weitere Praxen wegfallen, da der Bezirk Chorweiler für junge Ärzte wenig attraktiv erscheint.
Keine Zwei-Klassen Medizin: Die Verlegung der Notfallpraxis trifft vor allem die Einwohner, die bereits jetzt im sozialen Abseits stehen und auf Grund fehlender Mobilität und/oder ihrer finanziellen Situation nicht in der Lage sind weiter entfernte Notfallpraxen aufzusuchen.

Infrastruktur im Bezirk Chorweiler:
Die ohnehin schon mangelhafte Infrastruktur hemmt die Entwicklung neuer Wohngebiete (z.B. Kreuzfeld und Auweiler). Die Notfallpraxis jetzt zu verlegen ist ein falsches Signal.
Erreichbarkeit der Praxis: Der Kölner Norden ist nur sehr unzureichend vom ÖPNV erschlossen. Ausnahme ist hier der zentrale Verkehrsknotenpunkt Chorweiler mit dem Busbahnhof sowie der S- und U-Bahn Haltestelle in direkter Nachbarschaft zur Notfallpraxis.

14.04.2019, Initiativgruppe um Helga Wagner und Ursula Buetgen

Gefällt Ihnen der Artikel?

Klicken Sie bitte auf einen Stern, um den Beitrag zu bewerten.

Noch keine Bewertungen abgegeben.

Schreibe einen Kommentar

Mit der Nutzung dieses Kommentar-Formulars erkleren Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Zur Datenschutzerklärung.