Nicht aus heiterem Himmel

hanau
4.6
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Mit tiefer Bestürzung erfuhren wir alle von den Geschehnissen in Hanau.

Ein Mann hatte sich das Recht genommen lebensfröhliche Menschen aus dem Leben zu reißen.
Für uns Kölner, wo allein im Bezirk Chorweiler über 121 Nationalitäten friedlich zusammenleben, arbeiten und Feste feiern, stößt dieser Akt der Unmenschlichkeit an die Grenzen des Vorstellbaren.

Geleitet von Fremdenhass, – ein wesentlicher Bestandteil der rechtsradikalen Ideologie -, schoss der Täter kaltblütig um sich. Es waren Söhne, Väter, Brüder und Mütter, die einen grausamen Tod an diesem Abend im Februar fanden.

Aber das kam nicht aus heiterem Himmel. Hass wird nicht plötzlich und spontan empfunden. Erst sind es die ideologischen Brandstifter, die diese „Hass-Samen“ in unserer Gesellschaft breit streuen. Der Hass findet seine Wurzeln in rohen Worten, in abwertenden Kommentaren und Parolen, in sozialen Netzwerken, wird dann zu einem gefühlten Hass und endet letztendlich in der Gewalt.

Bei diesem Täter aus Hanau war es auch so. Jemand hätte es vielleicht schon früher mitbekommen können, hat aber nicht darauf reagiert.

Wir dürfen davor nicht die Augen verschließen. Egal, wo die Abwertungen, Ausgrenzungen und Beleidigungen anderer Menschen, Kulturen, Nationalitäten, Religionen und sozialen Gruppen stattfinden, wir müssen dagegen entschlossen die Grenze ziehen.

Wer duldet, schießt mit.

Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien.

Roman Friedrich

Streetworker (GAG),
Mitglied des Jugendhilfeausschuss Stadt Köln,
Landesvorsitzender der Jugendorganisation LmDR NRW,
Beiratsmitglied der BüzeC/Stadt Köln, CDU Mitglied.

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