Mit einer Patenschaft den Kölner Zoo unterstützen

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Die Corona-Krise setzte nicht nur Menschen zu, auch Tiere in den Zoos haben ihre Wirkung zu spüren bekommen. Als die Zoos aufgrund der Corona-Pandemie Mitte März schließen mussten, trocknete eine der wichtigen Einnahmenquellen aus – die der Besucher. Beim Kölner Zoo spülen sie nämlich bis zu 12 Millionen Euro in die Kassen des Tierparks. Das Gesamtbudget wird dabei auf 18. Mio. Euro beziffert. Manch ein Zoo hatte sich schon Gedanken über Notschlachtungen gemacht. Soweit ist es, zum Glück, in Köln nicht gekommen. Nicht zuletzt Dank der großen Welle der Solidarität der Kölnerinnen und Kölner, darunter Tanja Sopora und Thomas Meyer aus Weiler.

Beide sind langjährige Mitglieder in der Schützenbruderschaft von Sankt Cosmas und Damian Köln-Weiler-Volkhoven von 1954 e.V. “Als ich im März gelesen habe, dass der Kölner Zoo schließen muss und dadurch in finanzielle Schwierigkeiten gerät,” – erzählt Thomas Meyer,- “wollte ich spontan den Tieren irgendwie helfen.” Er besuchte die Website des Zoos und las, dass man Pate vieler Tiere werden kann. “Ich habe mich für ein Brülläffchen entschieden. Es gehört zu einer seltener Affenart, die in Südamerika heimisch ist. Dort wird der Amazonas zunehmend abgeholzt und den armen Tieren immer mehr Lebensraum entzogen”. Prompt telefonierte er mit der Zooverwaltung und erfuhr alle Details. Die Patenschaft für ein Jahr für den rothaarigen Brüller betrug 300 Euro. Eine ziemlich große Summe für eine Person. “Wir haben eine WhatsApp-Gruppe, in der viele Mitglieder unseres Schützenvereins sich privat austauschen,” – fährt Thomas Meyer fort,- “als ich dort den Aufruf zum Mitmachen eingespielt habe, meldeten sich viele sofort” und es sind 18 Personen geworden, die bereit waren Geld für die Patenschaft zu spenden. Die Summe reichte am Ende sogar auch für die zweite Patenschaft aus. Die Wahl von Thomas Meyer und Tanja Sopora, die sich ebenfalls für die Patenschaft begeistern ließ, fiel auf ein weiteres Tier, das Lisztäffchen (Der Name “Lisztaffe”  karikiert übrigens die Ähnlichkeit seiner Haartracht mit der des österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Liszt.). Wie der Brüllaffe, lebt auch dieses Tier in Südamerika. Heute gibt es in Kolumbien nur noch ca. 6000 Lisztaffen.

“Mit unserer Aktion möchten wir auch andere Kölner ermuntern, dem Zoo unter die Arme zu greifen,” – sagen Tanja Sopora und Thomas Meyer unisono. Der Zoo habe ein sehr gutes Zuchtprogramm, und helfe damit die bedrohten Tierarten zu erhalten. Ob die Patenschaft auch im nächsten Jahr fortgesetzt wird, wissen beide noch nicht ganz sicher, aber der Wunsch sei definitiv da.

Alexander Litzenberger

Fotos: Tanja Sopora und Thomas Meyer zeigen die Patenschaftsurkunden.

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