„Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt – sondern von unseren Kindern geliehen.“

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Als die TeilnehmerInnen der Kölleputzmunter-Aktion in Chorweiler-Nord gegen 16 Uhr am letzten Sonntag die letzten Müllsäcke an der Sammelstelle zusammengetragen haben, staunten sie selbst nicht schlecht über das Ergebnis. Knapp 30 prallgefüllte Säcke mit aller Art Müll, ausserdem Möbelstücke und sogar zwei Einkaufswagen, haben fleißige Anwohner der Swinestraße in drei Stunden eingesammelt. „Wir waren 14 TeilnehmerInnen, alle super positiv gestimmt! Wir haben viele nette Nachbarn kennengelernt“- freute sich eine der Organisatoren Juliane Dainat. – „Von Passanten haben wir stets ein positives Feedback bekommen“.

Die junge Frau lebt mit ihrem Partner Paul Feldhaus in einer WG an der Swinestraße und hat schon öfter zusammen mit ihren Mitbewohnern Müll auf der Straße rund um ihr Haus aufgesammelt. „Dieses Mal wollten wir eine stärkere Signalwirkung erzielen, und haben eine Putzmunteraktion bei der AWB angemeldet,“ – erzählte Paul Feldhaus.

Paul Feldhaus und Juliane Dainat.

Den jungen Menschen ist die grüne Landschaft in Chorweiler wichtig, sie wollten auch ein nachbarschaftliches Miteinander mit den Mietern im neugebauten GAG-Häuserkomplex in der Swinestraße. Plakate wurden gedruckt und verteilt, auch im Internet wurde die Aktion bekannt gemacht. Die AWB stellte Müllsäcke und Handschuhe zur Verfügung und sorgte dafür, dass die Müllsäcke abtransportiert wurden. „Die Kommunikation mit der AWB  lief ganz hervorragend,“- erzählte Juliane Dainat.

Ihr Plan ging auf – mehrere Bewohnerinnen und Bewohner der neuen Häuser, die erst vor wenigen Monaten ihre Wohnungen bezogen haben, kamen zur Aktion, manche brachten ihre Kinder mit. Janko, 29-Jähriger Informatiker, kam extra aus Ehrenfeld mit seinem Rad nach Chorweiler. Das war seine erste Putzmunteraktion.

Ehepaar Hatice und Ali Yilmaz.

Das Ehepaar Hatice und Ali Yilmaz wohnt in der neuen GAG-Anlage, nach Köln sind sie aus Offenbach gezogen. „Ich bin im Kölner Süden aufgewachsen,“ – lächelt Hatice Yilmaz,- „Für uns damals war Chorweiler ein NoGo. Jetzt wohne ich hier, es ist mein Stadtteil. Ich möchte dazu beitragen, dass unser Umfeld besser wird.“ Ihr Ehemann Ali: „Ich erinnere mich gerne an eine Weisheit, die so lautet: Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt – sondern von unseren Kindern geliehen*. Deshalb sind wir heute auch dabei“. Die Familie hat drei erwachsene Kinder.

Die TeilnehmerInnen haben sich, bei schönem Wetter und mit Abstand und Maske, in mehrere Richtungen aufgeteilt – Fühlingen, zu den Schrebergärten und in den Park Chorweiler-Nord.

Juliane Dainat war zum Schluss sehr zufrieden: „Rundum ein super Nachmittag, wir freuen uns schon auf das nächste Mal!“

Alexander Litzenberger

* Indianische Weisheit

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Comments (1)

Ich hab auch mitgeholfen. Tolle, nette Leute, aber leider viel zu geringe Teilnahme um wirklich im Park und Umgebung mal sauber zu machen und den groben Schmutz wegzuräumen. Und die entsprechenden Idioten, werfen weiter ihren Müll auf Parkplätze, Bänker und in Gebüsche… Der Kölner – Norden wirds und will es nicht lernen… Schade.

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