Kommunales Testzentrum im Kölner Norden

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Das Fraunhofer-Institut hat diese Woche eine Studie zur Entwicklung der Corona-Pandemie in der Stadt Köln veröffentlicht. Forscherinnen und Forscher haben 102.000 Datensätze ausgewertet, um die Verteilung des Infektionsgeschehens in der Stadt zu analysieren. Der Stadtbezirk Chorweiler hat mit 143,8 derzeit die höchste 7-TageInzidenz von allen Kölner Stadtbezirken. Zudem befinden sich sechs der zwölf Stadtteile mit den höchsten Inzidenzwerten im Kölner Norden. Namentlich sind das Volkhoven/Weiler (215), Seeberg (194), Heimersdorf (194), Pesch (180), Worringen (176) und Lindweiler (173). Die Studie hat insbesondere einen Zusammenhang zwischen Stadtteilen mit hoher Arbeitslosigkeit und hohen Infektionszahlen feststellen können.

Bereits seit Wochen fordert die SPD im Kölner Norden den Aufbau eines kommunalen Testzentrums im Bezirk Chorweiler. „Die Stadt Köln hat sich in den vergangenen Monaten aus der Verantwortung gestohlen und auf eine private Testinfrastruktur gesetzt. Dieser Versuch der Stadt ist im Kölner Norden kläglich gescheitert, wie die hohen Infektionszahlen in vielen Stadtteilen und der höchste Inzidenzwert aller Stadtbezirke zeigen. Die Stadt muss endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und unverzüglich ein kommunales Testzentrum im Bezirkszentrum Chorweiler aufbauen. Wir müssen dem hohen Infektionsgeschehen jetzt entgegenwirken!“, kritisiert Inan Gökpinar (41), SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Chorweiler.

Die ungerechte Verteilung der Testinfrastruktur zeigt die Gefahr eines profitorientierten Gesundheitssystems, das nicht den Menschen in den Mittelpunkt stellt. „Die private Testinfrastruktur wurde in den Stadtteilen aufgebaut, in denen der höchste Profit generiert werden kann. Dabei muss das Ziel der Kommune doch der bestmögliche Gesundheitsschutz für die gesamte Bevölkerung sein.“, betont Mattis Dieterich (21), Vorsitzender der SPD im Kölner Norden. „Wir haben eine Zwei-Klassen-Testinfrastruktur während einer weltweiten Pandemie. Die Untätigkeit der Stadt Köln und das Profitstreben weniger gehen auf Kosten der Menschen im Kölner Norden.“

Pressemitteilung SPD im Kölner Norden.

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