Das KVB-Rad kommt nach Chorweiler, aber nur stationsweise

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Noch ist die Standortkarte der KVB-Leihräder stadtauswärts hinter dem Militärring jungfräulich leer. Das soll sich aber ab dem kommenden Frühling ändern. Das Leipziger Unternehmen “nextbike GmbH”, das mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) kooperiert, hat 2020 eine europaweite Ausschreibung gewonnen und wird zumindest die nächsten fünf Jahre das Angebot des KVB-Rads weiter betreiben. Die Zahl der Leihräder wird von derzeit 1.500 zunächst auf 3.000 Fahrräder wachsen. Das kommt endlich auch den Randbezirken zu Gute. Allerdings in einer abgespeckten Version.

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Das Konzept von „nextbike“ sieht für die Innenstadt und die innenstadtnahen Stadtteile die s.g. „Flex-Zone“ vor. Hier kann das Leihrad an jeder beliebigen Straße abgestellt werden. Anders aber in den sonstigen Bezirken – hier kommt das stationsbasierte Angebot zum Tragen. Dabei können die KVB-Räder nur an festgelegten Stationsstandorten ausgeliehen und zurückgegeben werden. Der Wechsel zwischen den beiden Zonen bleibt aber frei. Für den Bezirk Chorweiler sind acht Stationen vorgesehen, an denen 80 Räder ausgeliehen werden können.

Die Preise für die Ausleihe der KVB-Räder liegen aktuell (Stand 15.02.2021) im Basistarif 1 Euro pro 30 Minuten, maximal 9 Euro pro 24 Stunden und Ausleihe. Wer sich für den Monatstarif entscheidet, zahlt 10 Euro pro Monat, darin sind 30 Minuten pro Ausleihe inklusive, jede weiteren 30 Minuten kosten 1 Euro, pro 24 Stunden werden maximal 9 Euro pro Ausleihe erhoben.

Die SPD im Kölner Norden begrüßt auf ihrer Website den Ausbau des KVB-Leihrad-Angebotes, kritisiert aber zugleich die geringe Zahl der Stationen: „Um die Leihräder auch im Bezirk Chorweiler zu einem Erfolg zu machen, ist eine Erweiterung der Anzahl der Stationen erforderlich. Wir können doch nicht erwarten, dass jemand zunächst zu Fuß von Pesch nach Esch läuft, um ein Leihrad nutzen zu können. Dieser Vorschlag verkennt die Lebensrealität der Menschen im Kölner Norden.“

Konkret fordert die SPD die Zahl der Standorte von 8 auf 17 zu erhöhen und somit das System praktisch in jedem Stadtteil im Bezirk 6 zugänglich zu machen.

Alexander Litzenberger

Titelfoto: Stephan Anemüller, Kölner Verkehrs-Betriebe AG

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Comments (2)

Der Bürgerverein Heimersdorf & Seeberg-Süd hat in Abstimmung mit dem benachbarten BüV-Volkhoven-Weiler Stellung bezogen und sich mit deutlichen und kritischen Worten an die Entscheidungsträger gewandt. Näheres finden Sie auf unserer Homepage bvh-koeln.de .
Dieter Höhnen

Wo werden die Stationen denn eingerichtet?

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