Favorit für neuen Kölner Stadtteil Kreuzfeld gekürt

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Am Montag, 13. Dezember 2021, hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker den städtebauliche Entwurf “The Woodhood – Kreuzfeld Gartenstadt 2.0” als Favorit des Begleitgremiums aus dem Wettbewerblichen Dialog verkündet.

Am 10. und 11. Dezember 2021 hatte das Begleitgremium bestehend aus externen Expert*innen, der Fachverwaltung und stimmberechtigten Vertreter*innen aus der Politik aus den drei in der zweiten Phase des Wettbewerblichen Dialogs verbliebenen Entwürfen den Favoriten gekürt. Der Entwurf “The Woodhood” des interdisziplinären Planungsteams um ADEPT ApS aus Kopenhagen mit Karres en Brands, Landschapsarchitecten b.v. aus Hilversum, ARGUS Stadt und Verkehr PartGmbH aus Hamburg und Metabolic BV aus Amsterdam überzeugten das Gremium.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker beglückwünscht das Team und zeigt sich beeindruckt, wie die Planung für Kreuzfeld rund 3.000 Wohneinheiten inklusive notwendiger Infrastruktur verbindet:

Kölns 87. Stadtteil wird endlich Stück für Stück Realität. Und der ausgewählte Entwurf entspricht unseren großen Ambitionen und unserem hohen Anspruch, denn wir wollen ein besonders innovatives, nachhaltiges und vielschichtiges Städtebau- und Freiraumkonzept auf den Weg bringen. Es soll seiner Lage in einem besonders hochwertigen Natur- und Landschaftraum Rechnung tragen und einen Zugewinn für diesen und die angrenzenden Stadtteile darstellen. Hohe Anforderungen stellen wir auch an die Themen Umweltverträglichkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

Der Beigeordnete für Planen und Bauen, Markus Greitemann, freut sich auf die perspektivische Umsetzung des Entwurfs und ermutigt alle interessierten Bürger*innen, an diesem Projekt mitzuwirken:

Die abschließende Bewertung auf Grundlage einer zuvor festgelegten Matrix hat bestätigt, dass diese Arbeit in der Öffentlichkeitsbeteiligung zu Recht ein Publikumsliebling war. Der Entwurf zeichnet sich durch seinen menschlichen Maßstab aus, die Überschaubarkeit der Siedlungseinheiten sowie seinen sensiblen Umgang und die Platzierung öffentlicher Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas und Schulen als Teil der Stadtteilgemeinschaft. Um das Ziel eines bunt gemischten Stadtteils zu erreichen, wird es notwendig sein, möglichst viele Akteure in den weiteren Planungsprozess und die anschließende Umsetzung einzubinden. Stadt wird nicht durch Einzelne gebaut, sondern lebt von einer Vielzahl von Ideen in einem geordneten Umfeld.

Auf Grundlage einer umfangreichen Öffentlichkeitsbeteiligung und unter Einbeziehung des Begleitgremiums sowie weiterer Sachverständiger hatte das Planungsteam seinen städtebaulichen Entwurf für den neuen Stadtteil Kreuzfeld weiter ausgearbeitet. Die Ergebnisse wurden durch das Begleitgremium anhand einer Matrix bewertet, die nicht nur den Städtebau, sondern auch Aspekte der Freiraumplanung, der Verkehrserschließung und des Energiekonzeptes sowie die Themen des Leitbildkonzeptes Bildung und Gesundheit umfasste.

Illustrationen: © Stadt Köln/ADEPT ApS + Karres en Brands

Das aufgrund dieser Auswertung ermittelte beste Gesamtkonzept soll nun den Zuschlag erhalten. Deshalb beabsichtigt die Stadt Köln, das Team um das Büro ADEPT ApS aus Kopenhagen mit der weiteren integrierten Planung für Kreuzfeld zu beauftragen. Auf Grundlage des ausgewählten städtebaulichen Konzepts wird im Jahr 2022 in der integrierten Planung der städtebauliche Masterplan für den neuen Stadtteil weiter vertieft und detailliert ausgearbeitet werden. Neben verkehrlichen Aspekten wird der Entwurf auch auf die Realisierbarkeit der öffentlichen Nutzungsbausteine hin überprüft und plausibilisiert werden. Der Fortgang des schrittweisen Planungsprozesses wird in enger Abstimmung mit Akteur*innen und Fachämtern sowie mit einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgen.

Hintergrund

Das Plangebiet im linksrheinischen Kölner Norden grenzt an den Stadtteil Blumenberg. Auf einer Fläche von über 80 Hektar sollen künftig circa 3.000 neue Wohneinheiten entstehen. Darüber hinaus gilt es, Möglichkeiten des Arbeitens, mehrfach nutzbare Freiräume sowie Sozial-, Kultur- und Bildungseinrichtungen in das Planungskonzept zu integrieren. Die Ergebnisse des bisherigen Beteiligungsverfahrens sowie die Belange des Klimaschutzes sollen dabei besonders berücksichtigt werden. Der Wettbewerbliche Dialog kombiniert das Vergabeverfahren für die Planungsleistungen der städtebaulichen Rahmenplanung für den neuen Stadtteil. Mit einem Beteiligungs- und Qualifizierungsprozess unter Einbezug aller Interessierten werden die städtebaulich-räumlichen Grundlagen des Planungskonzepts für den neuen Stadtteil Kreuzfeld erarbeitet.

Text: Stadt Köln

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