Wenn Wildtiere Hilfe brauchen

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Information
Dieser Beitrag ist der dritte Teil der Blogserie “Müll, Brandgefahr und Tiere, was kann ich tun? ” von Sarah Simon. Teil 1 “Müll” könnt Ihr hier nachlesen., Teil 2 “Brandgefahr durch Dürre”.

Was ist passiert?

Durch die Trockenheit und Dürre in den letzten Wochen gibt es kaum natürliche Wasserquellen für Vögel, Igel und Insekten. Weiter können brütende Vögel durch den trockenen Boden (Würmer) und die immer noch wenigen Insekten ihre Brut kaum durchfüttern. Gerade jetzt ist es aber wichtig, dass diese Vögel genug Möglichkeit haben, ihre Jungen aufzuziehen.

Tiere, die gewöhnt sind,  Essensreste zu fressen die Menschen weggeworfen haben, – wie beispielsweise Tauben das tun -, aber auch andere Tiere, müssen verhungern, wenn sie sich nicht schnell umgewöhnen.

Zurzeit hat auch unser Wild Nachwuchs. Das betrifft vor allem Damwild, Kaninchen, Füchse und Hasen, die ihre Jungen in Kuhlen und Höhlen im/ auf Feld und Wiese lassen.

Was kann ich tun?

Ihr könnt, egal wo, Wasserschalen aufstellen. Diese helfen allen Tieren. Perfekt sind Schalen wie beispielsweise Untertöpfe, Teller etc. in welche ihr bitte einen Stein oder einen Stock legt, damit Insekten nicht ertrinken.

Für Wildvögel kann man Ganzjahresknödel aufhängen, – diese bitte ohne Netz -, einfach und am besten im Spender (Alles günstig im Internet zu erwerben). Wässert eure Böden, sofern ihr einen Garten habt, Amseln und andere Vögel werden direkt im Anschluss daran bei euch Würmer suchen, die durch das Wasser aus dem Boden kommen.

AUSNAHME AKTUELL: Wenn Du in deinem Umfeld oder gar im Garten kürzlich tote oder kranke Finken beobachten musstest oder gesehen hast, bitte entferne alle Futter- und Wasserstellen für Vögel. Es herrscht auch bei uns zur Zeit ein Vogelvirus namens Suttonella ornithocola.

Zusätzlich kann man Vögeln helfen, wenn man z.B. Haare von Katzen, die man auskämmt, einfach in die Bäume und Sträucher hängt. Tiere nutzen diese gerne zum Nestbau. Hundehaare sind eher ungeeignet, da sich Jungvögel darin verheddern.

Auch Igel suchen zurzeit nach Futter. Diese freuen sich ebenfalls über die Würmer oder Maden und sonstige Insekten, wenn sie in der Nähe oder sogar im eigenen Garten sind. Hunde- und Katzenfutter fressen sie zwar, aber das sollte man nicht aufstellen.

Für Insekten sind neben den Wasserschalen die Insektenhotels perfekt. Hier sind sowohl die gekauften als auch die selber gebastelten gleichermaßen gut. Sie sollten nur eine Tiefe von mindestens 9 Zentimetern haben.

Wenn Du ein Tier findest, musst Du unterscheiden

Jungvögel solltest Du dringend dort lassen, wo sie sind, wenn sie bereits ein leichtes Federkleid entwickelt haben. Auch wenn sie aus dem Nest gefallen sind, kümmern sich die Eltern in der Regel und füttern weiter. Jungvögel, die noch völlig nackt sind, sollten aufgenommen und sofort zu einem Tier/Vogelschützer oder zum Tierarzt gebracht werden.

Junge Eichhörnchen hingegen kommen nur auf Menschen zu, wenn sie Hilfe brauchen. Es kann sein, dass die Eltern nicht mehr zu finden oder sogar tot sind, weil überfahren etc. Das Tier bitte aufnehmen und schnellstmöglich einen Tierschützer in Deiner Umgebung informieren.

Dies gilt auch für alle anderen Tiere, wie z.B. Igel, Enten, Gänse, Tauben, Amseln und so weiter, wenn sie augenscheinlich verletzt oder unterernährt sind.

Bitte lass deinen Hund nicht frei laufen, wenn er jagen möchte. Gerade in der Frühlingszeit gibt es viele Jungtiere in unseren Wäldern und Feldern. Nicht nur, dass dein Hund sie beißen oder scheuchen könnte, die Tiere könnten in Panik ihren Platz verlassen und so ihre Eltern verlieren. Der Tod dieser Tiere wäre vorprogrammiert.

Wer ist zuständig (Es geht nur um Wildtiere)?

Ich empfehle, für Probleme mit Igeln, Eichhörnchen, Wildvögeln zuerst mit den ansässigen Tierschützern zu sprechen. In den meisten Fällen gibt es hierfür Auffangstationen. Jeder Tierarzt im Umkreis kann auch helfen. Zusätzlich gibt es – aber nur im Notfall – die Dogman Tierhilfe e.V..

Größeres Wild, wie z.B. Rehe, Füchse, Wildschweine, sind dem ansässigen Förster zu melden (Herr Hundt: 0221/799520. Auch hier kann man im Notfall die Dogman Tierhilfe e.V. kontaktieren (0172 2164431 )

Grundsätzlich gilt: Ist das Tier augenscheinlich in Not, hilft auch die Feuerwehr. Diese kommt selbst oder weiß, wer in welchen Fällen zu kontaktieren ist.

Die Feuerwehr entfernt keine Wespen, Hummeln- oder Bienennester. Bei Wespen sollte man den Schädlingsbekämpfer zu Rate ziehen, jedoch sind Wespennester, wenn sie nicht unmittelbar im Gefahrenbereich hängen, eventuell einfach sich selbst zu überlassen. Bei Bienennestern bitte immer den ansässigen Imker zu Rate ziehen.

Bei Fragen zu Wespen, Bienen und Hummeln steht auch die Naturschutzbehörde der Stadt Köln unter den Nummern 0221 / 221-24159, -24608 und -36521 zur Verfügung.
Bitte achtet ein wenig mehr auf die Tiere in unserem Umfeld und überlasst sie nicht sich selbst. Es gibt einige engagierte Tierschützer in unserem Bezirk, die bei Fragen sicherlich gerne weiter helfen.

Ich hoffe, dass Euch dieser Beitrag hilft und gefallen hat. In diesem Falle lasst gerne ein paar Sternchen da, das motiviert, hier eventuell anzuknüpfen und weitere Themen zu veröffentlichen. Danke fürs Lesen….

🙂 Die Sarah

Sarah Simon, Bloggerin

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