Kölner Norden findet Gehör beim städtischen Umweltdezernenten

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Pressemitteilung der Initiative Köln Nord

Die neu gegründete KLAR GmbH plant, im Kölner Norden – genauer am Ivenshofweg im Ortsteil Merkenich – eine Klärschlammverbrennungsanlage mit einer Kapazität von 156.000 t pro Jahr zu errichten.

Hiergegen hat sich seitens der Bürgerschaft des Kölner Nordens eine große Widerstandsbewegung entwickelt. Allerdings gibt es seitens der Initiative nicht nur Widerstand gegen den Standort, sondern auch gegen das gewählte Verfahren der herkömmlichen Verbrennung. Überdies hat sich die Initiative intensiv mit anderen Verfahren der Klärschlammbehandlung und -Aufbereitung befasst.
In der vergangenen Woche nun hatte die Initiative Köln Nord die Gelegenheit, ihre Auffassung dem städtischen Umweltdezernenten William Wolfgramm vorzustellen. In dem sehr offen und konstruktiv geführten Gespräch hat die Initiative ihre grundsätzlichen Bedenken gegen einen Standort im Kölner Norden und speziell im Ortsteil Merkenich; gelegen unmittelbar an Wohnbebauung und Fußballplatz darlegen können.

Räumlich ging es dabei nicht nur um den aus Sicht der Initiative ungeeigneten Standort in Merkenich selbst, sondern gleichermaßen um die Situation des Kölner Nordens insgesamt. D.h. den Stadtbezirk Chorweiler und den nördlichen Bereich des Stadtbezirkes Nippes. Dieser Gesamtbereich weißt schon jetzt eine erhebliche Belastung auf durch eine Vielzahl von Störfallbetrieben, Industriebetrieben und Logistikfirmen. Nicht nur durch letztere gibt es schon heute in diesem Raum ein sehr hohes Lkw-
Verkehrsaufkommen. Ebenso leidet die Bevölkerung bereits jetzt durch Geruchsbelastungen und hohe Luftschadstoff-Emissionen.

Im Gespräch mit den Beigeordneten wurden weiterhin thematisiert die negativen Folgen einer solchen Großanlage (eben die Müllverbrennungsanlage für Klärschlamm) für Umwelt, Natur und die Bevölkerung sowie mögliche alternative Verfahren. Der Vertreter von Greenpeace hat zum letztgenannten Gesprächsthema die Sicht der Umweltorganisation vorgetragen und sich dafür ausgesprochen, diese neuen derzeit noch in der Erprobungsphase befindlichen Vorfahren unbedingt in die weiteren Überlegungen einzubeziehen.

Der städtische Umweltdezernent zeigte sich von diesem Vortrag der Initiative und der Qualität der vorgetragenen Argumente beeindruckt. Er sagte eine zeitnahe Rückkopplung mit der Fachverwaltung zu.

Nachdem dies erfolgt ist, solle es seitens des Umweltdezernats ein Folgegespräch mit der Initiative Köln Nord geben.

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