Der Umweltverein Umweltfreunde Köln-Nord (UFKN) hat die geplante Klärschlammverbrennungsanlage am Kraftwerksstandort Köln-Merkenich in seiner aktuellen Stellungnahme erneut deutlich abgelehnt. Laut UFKN werfen die Planungen „grundlegende Fragen“ auf, insbesondere hinsichtlich Verkehrsführung, Logistik und Emissionen. Die Initiative kritisiert, dass zusätzliche Belastungen durch Lkw-Transporte und unzureichende Berücksichtigung der bereits hohen Belastungssituation vor Ort nicht ausreichend beachtet würden. Auch erscheine das Gesamtkonzept in seiner jetzigen Form weder schlüssig noch tragfähig, so der Verein. UFKN fordert eine umfassende, ergebnisoffene Prüfung von Alternativen und eine bessere Abwägung möglicher Folgen für Umwelt und Anwohner:innen. Sollte die Anlage dennoch realisiert werden, kündigt der Verein an, rechtliche Mittel auszuschöpfen.
Hintergrund: Die Anlage soll Teil der Klärschlammverwertung für Köln und umliegende Kommunen werden, die nach aktueller Gesetzeslage künftig thermische Verwertungskapazitäten schaffen muss. Befürworter betonen den Beitrag zur Energiegewinnung und zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, Kritiker sehen darin jedoch zusätzliche Belastungen für Wohngebiete und Umwelt.
Quelle: www.ufkn.de
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