Einblick in Köln nachhaltige Zukunft durch die Restmüllverbrennungsanlage

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Am 21. Februar organisierte der Verein Roksolana e.V im Rahmen der beruflichen Integration eine beeindruckende Exkursion für eine Gruppe ukrainischer Flüchtlinge zur Restmüllverbrennungsanlage (RMVA) in Köln-Niehl. Geleitet wurde die Tour von der engagierten Frau Elke Jacob, die in der Öffentlichkeitsarbeit seit 30 Jahre tätig ist. Die RMVA zählt zu den effizientesten und umweltfreundlichsten Müllverbrennungsanlagen weltweit und spielt eine zentrale Rolle in der Abfallentsorgung und Energiegewinnung der Stadt Köln. Mit ihrer hochmodernen Technologie und einer Geschichte, die auf eine 25-jährige Erfolgsgeschichte zurückblickt, ist die Anlage ein bedeutender Bestandteil der städtischen Infrastruktur und eine tragende Säule für eine nachhaltige Zukunft.

Die RMVA wurde mit einem Investitionsvolumen von 500 Millionen Euro errichtet und gehört je zur Hälfte der Stadt Köln und der Firma REMONDIS GmbH & Co. KG. Die Teilnehmer der Exkursion wurden Zeuge einer faszinierenden Operation, bei der täglich 2000 Tonnen Müll in einem 24-Stunden-Betrieb verarbeitet werden. Diese beeindruckende Anlage erzeugt Energie, die einem Viertel der Kölner Bevölkerung zugutekommt und einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Stadt mit Fernwärme liefert.
Während ihres Besuchs zeigten die Teilnehmer reges Interesse und stellten zahlreiche Fragen zur Mülltrennung, zur Einkommensverteilung des Unternehmens und zu den Qualifikationen der Mitarbeiter. Sie waren überrascht zu erfahren, dass lediglich acht hochqualifizierte Spezialisten – allesamt mit einer Ausbildung als Kraftwerker – den gesamten Betrieb der Anlage überwachen. Viele der Besucher waren inspiriert und erkundigten sich nach Möglichkeiten, selbst eine Ausbildung zu absolvieren, um in diesem Bereich arbeiten zu können. Es wurde betont, dass es auch Positionen für Beobachter gibt, die über geringe Deutschkenntnisse verfügen, was für viele ukrainische Flüchtlinge von großer Bedeutung ist.

Für ukrainische Flüchtlinge sind solche Besuche von entscheidender Bedeutung, da sie nicht nur Einblicke in die deutsche Arbeitswelt erhalten, sondern auch die Möglichkeit haben, ihre beruflichen Fähigkeiten zu erweitern und potenzielle Beschäftigungsmöglichkeiten zu erkunden. Solche Erfahrungen fördern ihre Integration und bieten Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft in Deutschland. Die Exkursion zur RMVA war nicht nur informativ, sondern auch inspirierend und stärkte das Vertrauen der Teilnehmer in ihre berufliche Perspektive in ihrem neuen Zuhause.

Iryna Bulenok,
Vorsitzende Kultur- und Integrationszentrum Roksolana e.V

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